Das Regionale Integrations-Konzept

Seit dem Schuljahr 2002/03 arbeitet die Grundschule Altenmedingen im Rahmen des Regionalen Integrationskonzeptes (RIK) eng mit der Dohrmann-Schule, Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen, in Bad Bevensen zusammen.

An der Dohrmann-Schule wurde mit Beginn des Schuljahres 2002/2003 ein Schulversuch „Regionales Integrationskonzept“ RIK genehmigt. Der Umbau von einer Sonderschule zu einer kleineren Förderschule mit einem organisierten System sonderpädagogischer Förderung in den Grundschulen bestimmte nun die Arbeit. Die Förderschule Bad Bevensen arbeitet zusammen mit den Grundschulen daran, das Konzept der sonderpädagogischen Förderung zu verändern.

Das regionale Konzept Bad Bevensen versucht den gemeinsamen Unterricht von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf in den allgemeinen Schulen zu verankern.

Die sonderpädagogische Förderung im Primarbereich (Klasse 1- 4) erfolgt im Rahmen der sonderpädagogischen Grundversorgung in den vier Grundschulen im Einzugsbereich der Dohrmann-Schule und mit Unterstützung durch mobile Dienste. Außerdem wird in allen Grundschulen sonderpädagogische Kompetenz für die präventive Arbeit zur Verfügung gestellt.

Obwohl es vordergründig nur darum ging, den Primarbereich der Förderschule zu verändern, indem Förderschullehrer und Förderschullehrerinnen planmäßig in die Stundenpläne der Grundschulen eingearbeitet werden und im Gegenzug Schülerinnen und Schüler so spät wie möglich in die Förderschule überwiesen werden, hat sich das gesamte System „Dohrmann-Schule“ erheblich verändert. Die Entwicklung lässt sich zusammenfassend so beschreiben:

Für halb so viele Schüler in der Förderschule gibt es doppelt so viele Lehrerstunden im Förderzentrum für die Region Bad Bevensen/Bienenbüttel wie vor der Einführung des regionalen Konzeptes.

Die Zahl der Grundschüler in der Region ist mit etwa 1000 konstant geblieben. An fast allen vier Grundschulen gibt es inzwischen zusätzlich Integrationsklassen.

Zur Zeit sind in der Schule sechs Klassen gebildet und 19 Lehrkräfte beschäftigt.

Partner:

-          Grundschule Altenmedingen (www.gs-altenmedingen.de)

-          Die Grundschule (Waldschule) Bad Bevensen (www.waldschule-bevensen.de)

-          Die Grundschule in Himbergen

-          Die Grundschule in Bienenbüttel

 Arbeitskreis Integration:

Der Arbeitskreis Integration in der Region Bad Bevensen Bienenbüttel ist am 01.09.2004 gegründet worden. Der Arbeitskreis ist nach Anmeldung für alle Kolleginnen und Kollegen, die Lust und Zeit haben, ihre Erfahrungen im Rahmen von integrativer Arbeit mit anderen zu teilen, sich auszutauschen und weiterzubilden.

Kontakt: Pia Primavesi, pia@primavesi.de

Das Ziel des gemeinsamen Unterrichts von SchülerInnen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf ist verankert in §4 des Niedersächsischen Schulgesetzes: "Schülerinnen und Schüler, die einer sonderpädagogischen Förderung bedürfen (§14 Abs. 2 Satz 1), sollen an allen Schulen gemeinsam mit anderen Schülerinnen und Schülern erzogen und unterrichtet werden, wenn auf diese Weise dem individuellen Förderbedarf der Schülerinnen und Schüler entsprochen werden kann und soweit es die organisatorischen, personellen und sächlichen Gegebenheiten erlauben.

Ausführliche Informationen zu diesem Konzept sind zu finden unter www.dohrmann-schule.de.

Grundsätze der RIK - Arbeit:

- Fördermaßnahmen für SchülerInnen mit festgestelltem Sonderpädagogischen Förderbedarf haben bei der Stundenverteilung Vorrang(integrative Arbeit).

- Der Schwerpunkter der präventiven Arbeit liegt auf der Unterstützung der ersten und zweiten Klasse, um Lernschwierigkeiten möglichst frühzeitig begegnen zu können. Besondere Unterstützung erfahren SchülerInnen der Klassen 3 und 4, bei denen sich ein Sonderpädagogischer Förderbedarf abzeichnet. Weitere Fördermaßnahmen gibt es für SchülerInnen, die in einzelnen Bereichen einer besonderen Unterstützung bedürfen.

- Grundsätzlich wird eine integrative oder binnendifferenzierende Förderung innerhalb des Klassenverbandes(Team-Teaching, kooperative Unterrichtsformen) angestrebt, es kann aber auch eine äußere Differenzierung klassenweise oder klassenübergreifend in Kleingruppen geben.

- Es werden individuelle Förderpläne für die SchülerInnen mit besonderer RIK - Unterstützung(vgl. Vorlage des Kultusministeriums) erstellt, diese werden halbjährlich aktualiesiert. Im Rahmen der Elternsprechtage im Oktober/November und Januar/Februar werden sie mit Eltern und Schülern besprochen.

INTEGRATION

- SchülerInnen mit festgestelltem Sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich Lernen, Sprache, Motorik, sozial-emotionale Entwicklung, geistige Entwicklung, Wahrnehmung werden in Zusammenarbeit mit mobilen Diensten integrativ und zieldifferent beschult.

- Die Förderung erfolgt im gemeinsamen Unterricht, Kleinlerngruppen oder Einzelförderung.

- SchülerInnen mit festgestelltem Sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich Lernen arbeiten im Deutsch- und Mathematikunterricht zieldifferent entsprechend der Rahmenpläne der Förderschule.

- Die SchülerInnen nehmen am Unterricht im Klassenverband teil, die Anforderungen werden angepasst.

- Die Förderschullehrerin berät die GS - KollegInnen.

PRÄVENTION

- Bis zu den Herbstferien Eingangsdiagnostik aller SchülerInnen der 1. Klasse mit dem Beobachtungsverfahren "Hexe Mirola"(visuelle und auditive Wahrnehmung, Sprache und Sprachkompetenz, grob- und feinmotorische Entwicklung, Leselernvoraussetzungen/phonologisches Bewusstsein, pränumerischer Bereich, kognitiver Bereich sowie Lernmotivation. Ergänzende Überprüfung der mathematischen Lernvoraussetzungen.

- Hospitation der FöS-Lehrkraft im Unterricht

-Auswertung durch FöS-Lehrkraft und KlassenlehrerIn, Erstellung von Übersichtsbögen, Dokumentation der Individuellen Lernentwicklung

-Erstellung individueller Förderpläne mit Zielen und Maßnahmen

RIK - Arbeit in Klasse 2

- Bis zu den Herbstferien etwa 2 Stunden pro Woche für Lernstandsfeststellung

- Danach Förderung mit inhaltlichen Schwerpunkten

RIK - Arbeit in Klasse 3/4

- Bis zu den Herbstferien etwa 2 Stunden pro Woche für Lernstandsfeststellung

- Danach Förderung mit inhaltlichen Schwerpunkten